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» Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit den Menschen, welche dem Leben seinen Wert geben. «

W. v. Humboldt

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Organtransplantation in der Kritik

Seit Frank-Walter Steinmeier (SPD) seiner Frau eine Niere gespendet hat, wird er von den Medien als Held gefeiert.  Die Organlobby hat somit einen neuen Fürsprecher, der keine Talksendung auslässt um mehr Menschen dazu zu bewegen "Ja" zur Organspende zu sagen. Er will eine gesetzlichen Regelung durchsetzen, nach der sich jeder Bürger zu Lebzeiten für oder gegen eine Organspende ausspricht. Andere Politiker  wollen die Widerspruchslösung einführen,  bei der nicht Angehörige zustimmen müssen, wenn kein Ausweis vorliegt, sondern die Organe auch ungefragt entnommen werden können, wenn niemand rechtzeitig Widerspruch einlegt.  Einig scheinen sich alle Politiker, wie auch ein Großteil der Gesellschaft zu sein, dass Organspende an sich eine gute Sache ist.

Da die Bemühungen um mehr Organspender auf sehr einseitigen Informationen beruht, ohne dass die Folgen bedacht werden,  haben wir dieses Thema aufgegriffen, zumal es in alle Bereiche der Pflege hineinwirkt. Zunächst in einem Schreiben an federführende Politiker, in dem folgende Fragen aufgeworfen wurden:

  1. Warum wird auf der einen Seite alles medizinisch mögliche bezahlt, um Menschen mit irreversiblen Organschäden, mit Hilfe von Transplantation eine höhere Lebensqualität zu geben, während auf der anderen Seite pflegebedürftige Menschen oftmals um die einfachsten Hilfsmittel kämpfen müssen?  Es scheint kein Problem zu sein, Behandlungskosten für eine Transplantation, die nicht selten in die 100.000ende gehen zu realisieren. Dafür spart man dann bei den Kranken und Behinderten die keine Lobby haben.
  2. Wissen die Menschen überhaupt auf was sie sich einlassen, wenn sie einer Organentnahme (Spende) im Falle ihres Sterbens zustimmen?  Die Hirntodregelung wurde einzig zu dem Zweck getroffen, dass Ärzte sich nicht verantworten müssen, wenn sie lebende Menschen auf dem OP-Tisch töten. Warum verschweigt man den Bürgern, dass der Mensch noch leben muss, wenn seine Organe entnommen werden? Mit Fragen wie:  "Sind sie bereit nach Ihrem Tod  Organe zu spenden", werden die Bürger ganz gezielt und ganz bewusst getäuscht.  Und diese Täuschung will man nun auch noch in größerem Stil einführen. Da diese ganze Sache von der Transplantationslobby gesteuert wird, kann eine umfassende und ehrliche Aufklärung nicht erwartet werden. Man rechnet geradezu mit der Gutgläubigkeit der junge Leute, die  einen Pass oder Führerschein beantragen. Ämter und Fahrlehrer würden dann schon entsprechend geschult – um deren Ängste und Bedenken auszuräumen.
  3. In unserer zivilisierten Welt zeigt man sich Erhaben gegenüber Eingeborenstämmen für die das Essen von  Menschenfleisch normal war, hat selbst jedoch keine Skrupel – lebende Mitmenschen auf den OP-Tischen auszunehmen und sich Teile von ihnen einzuverleiben.  Gehirne, Gesichter – alles versucht man inzwischen zu transplantieren.  Frankenstein lässt grüßen und das auch noch abgesegnet von den Kirchen und lanciert von Appellen an die Nächstenliebe.

Abgesehen davon, dass ich persönlich diese Medizin als eine ethisch bedenkliche Grenzüberschreitung bewerte, denke ich, dass sie jede Verhältnismäßigkeit sprengt und somit einen zusätzlichen Zündstoff für sozialen Unfrieden liefert, den heute noch keiner wirklich absehen kann.  In dem am 11.01.2011 im ZDF gesendeten Fernsehfilm: "Der Aufstand der Jungen" wurde ein Szenario vorweggenommen, das erahnen lässt, welche Entwicklung zu erwarten ist, wenn die Errungenschaften der Medizin die Gesellschaft spaltet, in solche, die sich noch versichern können und die anderen.

Nur eine ehrliche und offene Auseinandersetzung mit zentralen Fragen des Lebens, kann die Entwicklung in eine völlige soziale Schieflage verhindern.  Dazu gehört auch, sich mit der Sterblichkeit auszusöhnen und den Tod nicht als Feind des Lebens zu betrachten. Sterben  gehört genauso zum Leben wie geboren werden. Körperlich gesehen wurde auf dieser Welt noch kein einziges Leben gerettet - sondern allenfalls um kurze Zeit verlängert.

Das betrifft  auch die Transplantierten, die ja selten hinterher beschwerdefrei alt werden. Die meisten sind weiterhin von teuren und nebenwirkungsreichen Medikamenten abhängig, damit das fremde Organ nicht abgestoßen wird. Die Krebsrate ist doppelt so hoch wie bei anderen, die Selbstmordrate übrigens auch. Auch das wird  tunlichst verschwiegen oder heruntergeredet von der DSO und anderen Organlobbyisten. Bei den Kostenvergleichen wird lediglich vorgerechnet, wie teuer  Dialysebehandlung im Vergleich zur Nierentransplantation ist. Doch würde man die Behandlungskosten aller Transplantierten, einschließlich der Behandlung sämtlicher Nebenwirkungserscheinungen kennen, sähe der Vergleich mit Sicherheit anders aus.

Der Pflege-SHV hat u.a. das Motto: "Den Jahren mehr Leben zu geben."  Dazu braucht es vor allem Menschen mit der Bereitschaft  einen Teil ihrer Zeit für andere zu spenden.  Wir setzen uns dafür ein, dass Menschen möglichst bis zuletzt teilnehmen können am Leben; etwas finden, worüber sie sich freuen und was ihrem Leben Sinn gibt, dass sie nicht ausgelagert werden in Heime, weil es zu teuer ist sie zu Hause zu betreuen.

Menschenwürdiges Leben bis zum letzten Atemzug, müsste auch eine Maxime der Politik sein. Das muss natürlich ebenso für Menschen gelten, die mit Hirnversagen auf der Intensivstation betreut werden. Diese sind nicht mehr todgeweiht wie Menschen bei denen ein anderes lebenswichtiges Organ versagt.

Wenn sich Politiker für Lebensrettung einsetzen wollen, dann sollten sie etwas gegen die Sterberate aufgrund  von Fehlmedikation unternehmen.  Mehr als 200.000  Bundesbürger sterben jährlich, laut diverser Studien, an den Folgen von Risiken und Nebenwirkungen der ihnen verordneten Medikamente.  Solche Zahlen nimmt man zur Kenntnis - und nichts passiert.  Hingegen wird die vergleichsweise kleine Zahl der verzweifelt auf ein Organ wartenden zu einem Politikum hochstilisiert.

Adelheid von Stösser,                                            den 12.01.2011

Von den angeschriebenen Politiker hat niemand geantwortet.


Trotz der Werbekampagen schlägt die Stimmung im Volke allmählich um. Immer mehr kritische Beiträge in namhaften Zeitungen und Sendungen, decken Irrtümer auf. So auch dieser Bericht in der TAZ vom 26.09.2011. Interessant daran auch die Zahlen. Wussten Sie, dass z.B. eine Lungentransplantation 140.000 Euro kostet? Während die meisten Kassen solche Beträge klaglos zahlen, müssen behinderte und pflegebedürfige alte Menschen um jedes banale Hilfesmittel kämpfen.

Ein eindrucksvolles Beispiel für die Grenzüberschreitungen dieser Medizin, konnten Sie am 24.10.2011 in Die Zeit lesen.

Persönliche Ansichten zur Organtransplantation

Kritische Beiträge in TV und Presse:

18.08.2013: FAZ
Das war ein katastrophaler Ausbau von Ersatzteilen. Eine Anästesistin berichtet von ihrer Erfahrung einer Explantation von Organen, die ihr  jahrelang Albträume beschert hat. Wer möchte sich oder einen Angehörigen einer solch pietälosen Schändung ausgesetzt sehen? 

29.08.2012: Bild.de
Organspenderin für Hirntot erklärt. Carina wachte in der Klinik wieder auf.

11.06.2012, ARD Wer bestimmt am Lebensende. In diesem sehr empfehlenswerten Beitrag von Silvia Matthies, geht es um menschliche, ethische und rechtliche Konfliktsituationen bei vermeintlich Hirntoten und Wachkomapatienten.     

27.04.2012, kath.net, Arztirrtum: Jugendlicher war vor vier Jahren von mehreren Spezialisten für hirntot erklärt worden. Sein Überleben verdankt er seinen Eltern, die sich gegen eine Organspende entschieden hatten. Er erwachte aus dem Koma und macht derzeit eine Ausbildung. 

Weitere kritische Informationen unter:

www.initative-kao.de

www.transplantation-information.de

www.organspendekampagne.de