Beiratsmitglied
Jürgen Crummenerl
geb. 9.2.1944, wohnhaft in Köln
Ich habe als Rechtsanwalt spezialisiert vornehmlich mit Ausländerrecht, Asylrecht und Strafrecht gearbeitet.
Nachdem ich diese Tätigkeit reduziert habe, bin ich seit 2005 als Dozent an der Fortbildungsakademie für Wirtschaft (FAW) in Köln tätig und unterrichte dort MigrantInnen, die eine staatliche Anerkennung als Krankenschwester/-pfleger oder AltenpflegerIn erwerben wollen. Sie erwerben – als Pflegekräfte mit Erfahrung in ihren Heimatländern – hier eine einjährige praktische und theoretische Qualifikation. Meine Aufgabe ist es, ein Grundverständnis zu schaffen in den Bereichen: Verfassungsrecht/ Strafrecht/ zivilrechtliche Haftung/ Betreuungsrecht/ VorsorgeVollmacht/ Patientenverfügung/ Sterbehilfe/Arbeitsrecht.
Dabei werde ich konfrontiert mit den strukturellen Defiziten im Pflegebereich als auch mit der offenbar wachsenden Zahl von gern gesehenen „billigen“ Arbeitskräften. Es scheint oft nicht so wichtig zu sein, wie gut die Kenntnisse der Pflegekräfte in der deutschen Sprache sind, Hauptsache sie „funktionieren“ – ohne Widerrede.
Da die Arbeitsbedingungen zentrale Bedeutung haben für die Qualität der Pflege (und auch für die Würde der Pflegenden), halte ich es für notwendig, dass wir uns hier stärker engagieren, insbesondere auch Bemühungen anstellen, noch mehr Pflegekräfte zu gewinnen. Dazu würde beispielsweise gehören, attraktive Unterstützung und Hilfe allgemein und im Einzelfall als auch Fortbildungsmaßnahmen anzubieten. Diese und andere Gründe haben mich 2006 bewogen, dem Pflege-SHV beizutreten und diese Initiative zu unterstützen.
Nach einer einführenden Ausbildung im Rahmen des Programms „TANDEm“ der Diakonie Köln betreue ich außerdem auf der Basis einer halb-ehrenamtlichen Tätigkeit, Familien mit Demenz-Kranken, um diese etwas zu entlasten.
Die Eltern meiner Frau leben seit gut einem halben Jahr in einem „Seniorenheim“, und ich beobachte, dass sie dort gut ver- und umsorgt sind. Eine angenehme Erfahrung.
