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» Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit den Menschen, welche dem Leben seinen Wert geben. «

W. v. Humboldt

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(un) christliches Verständnis

Von der christlichen Nächstenliebe -

Die Geschichte der Kranken- und Altenpflege beginnt mit der Geschichte der Klöster, also im frühen Mittelalter. Hilfebedürftige Menschen die sonst niemanden hatten, der sich um sie kümmerte, suchten Zuflucht in Kirchen und Klöstern. Armenspeisung, Kleiderkammern, Krankensäle und Sterbezimmer gehörten zum selbstverständlichen Aufgabenbereich christlicher Ordensgemeinschaften. Dieser Dienst am Nächsten wurde für ein "vergelts Gott" erbracht. Die Orden lebten zumeist wirtschaftlich autonom. Sie ernährten sich und die Armen von den Erzeugnissen ihrer eigenen Gärten und Stallungen, kleideten sich mit  selbstgewebtem Linnen und stellten eigene  Arzneimittel  her. Noch heute oder gerade erst wieder, werden verschiedene Methoden  der Klostermedizin genutzt, man denke  an die Empfehlungen der Hildegard von Bingen, zur Gesunderhalten und Krankenpflege.

zum Dienstleistungsunternehmen Caritas / Diakonie

Heute unterscheiden sich christliche Krankenhäuser/Heime in der Pflegebranche kaum von anderen. Unterkunft und Pflege können nicht um sonst angeboten werden. Verlangt auch niemand,  schließlich müssen auch Einrichtungen der Caritas und Diakonie den Mitarbeitern Gehälter zahlen, alle Bedarfe des täglichen Lebens  müssen eingekauft werden. Leider hat sich auch das Werteverständnis angepasst. Ob man in ein katholisches oder ein städtisches oder privates Krankenhaus/Heim gehen, bleibt sich fast gleich. Mancherorts hat das katholische oder evangelische Haus sogar einen schlechteren Ruf als das nichtkonfessionelle Heim im Ort.

Der Ordensbruder Gerhard Seidler, Mitglied im Pflege-SHV, sieht die Kirchen in dieser Branche auf einem falschen Weg. Lesen Sie hier seinen aufrüttelnden Leserbrief an eine Kirchenzeitung.

Doch nicht nur die christlichen Träger von Einrichtungen, auch die übrigen Wohlfahrtsverbände sind zu Wirtschaftszweigen herangewachsen. Mit den  Machenschaften dieser Industrie beschäftigt sich folgender Beitrag.