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» Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit den Menschen, welche dem Leben seinen Wert geben. «

W. v. Humboldt

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Pflege-SHV 2013

 

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Nachrichten im Überblick

 Personalpolitik in der stationären Altenpflege.

Auch für hilfe- und pflegebedürftiger Menschen, gelten Grundrechte. Es ist eine Schande, dass in einem der wohlhabendsten Länder, pflegebedürftige alte Menschen aus Kostengründen fixiert und ruhig gestellt werden.

Im März  hat der Pflege-SHV ein Grundlagenpapier veröffentlicht, dass die Hintergründe der ungenügenden Personalschlüssel aufdeckt und ein alternatives Berechungsmodell vorstellt.     Dieses Papier wurde dem Petitionsausschuss des Bundestages, dem Gesundheitsminister, den SozialministerInnen der Bundesländer sowie weiteren Politikern, Organisationen und Personen zugesandt.  


Kampagne: Klinik mit Geist 

Unser neues Online-Magazin Pflege-Prisma und die Kampagne: Klinik mit Geist gingen  Ende November 2012 an den Start.  Wir freuen uns über die große Resonance, rd. 32.000 Besucher  haben  die  Meldungen auf www.pflege-prisma.de   angeschaut (Tagesrekord 1964).


Zuwendungsorientierte Pflege  - Ein Gewinn für alle!

So das Thema eines Vortrags von Norbert Höfer,  Claudia Stegmann-Schaffer und Adelheid von Stösser auf  drei Altenpflegekongressen im Februar und April.   Die  Pflegemethodik "Humanitude" nach Gineste/Marescotti stellt die Beziehung  in den Vordergrund.  Mehr dazu im Artikel  Der kleine Unterschied, Februarausgabe der Zeitschrift Altenpflege, sowie unter Wir zeigen Alternativen 


 PflegeTREFF und andere Termine 2013

Pflege-TREFF  in Köln am 29. Mai 

Thema:   Ehrenamt in der Pflege

Aktuelle Studie zum Thema

Juni-Termin für PflegeTreff im Raum Germersheim mit dem neuen Sozialminister, Alexander Schweitzer, steht noch nicht fest. 

Terminübersicht 2013


 Bürgerinitiative und Petition von Annette Kleischmantat

Viele Mitglieder des Pflege-SHV haben Unterschriften für diese Petition gesammelt, die aktuell im Bundestag vorliegt. Dabei kam, bis zum 10.Januar 2013, die beachtliche Zahl von rund 93.000 Unterschriften/Mitzeichner zusammen. Am 11.März fand eine öffentliche Anhörung in Berlin statt. Weitere Informationen über die ungewöhnliche Sammelaktion und die weitere Entwicklung dieser Initiative findet ihr unter www.rosenblaetter-im-irrgarten.de


Nachrichten zur Pflegepolitik

Pflegekammer: Nun will auch Rheinlandpfalz auf dieses falsche Pferd setzen. 

Obschon 80 Prozent der Pflegekräfte in Rheinland-Pfalz, ihr Desinterresse bzw. Ablehung einer Pflegekammer dadurch bekundeten, dass sie sich nicht an der Umfrage beteiligten,  wertet das Sozialministerium das Umfrageergebnis als Auftrag, eine Pflegekammer einzurichten.  Schon die Art der Befragung  grenzt an Nötigung.  So wurden alle Pflegekräfte aufgefordert sich zu registrieren, mit allen persönlichen und beruflichen Daten.  Wer dieser Aufforderung, mit JA  zu stimmen, nicht nachkommt, braucht viel Selbstbewusstsein.  http://www.pflegekammer-rlp.de/befragung/ Das Ergebnis der Befragung:  Nur rd. 20 Prozent, exakt 9324  Pflegekräfte in RLP folgten dem Aufruf, von diesen stimmten 75,8 % für die Pflegekammer und 24,1 % dagegen.  Bedenken des Pflege-SHV zur Pflegekammer  

 

EU Parlament lehnt Forderung nach "Pflege-Abi" ab

Daniel Bahr, Jens Span und andere Bundspolitiker haben sich erfolgreich in Brüssel gegen die Forderung  durchgesetzt, Abitur als Zugangsvoraussetzung für Pflegeberufe europaweit vorzuschreiben.  Der Pflege-SHV begrüßt diese  Entscheidung und hofft auf eine baldige  Neuordnung der Pflegeausbildung. Diese sollte so gehalten sein, dass jeder, der menschlich geeignet erscheint, diesen Berufsweg einschlagen kann. Beklagenswerte Zustände in der Pflege lassen sich vor allem auf die viel zu knapp bemessenen Personalschlüssel zurückführen. 

Pflege-Qualitätsbericht 2012 offenbart Menschenrechtsverletzungen in großem Stil

Insgesamt sei die Pflege auf einem guten Weg, im Vergleich zu 2007, heißt es im 3.Pflege-Qualitätsbericht des MDS. Angela Seibold, Justizangestellte, die ihre pflegebedürftige Mutter durch mehrere Heim begleitet hat, zieht eine ganz andere Bilanz.  Auchwir finden es skandalös, dass immer noch mehr als 140.000 pflegebedürftigen, alten Menschen an Stühlen oder im Bett fixiert werden. Vor allem wenn man bedenkt, dass diese Entwürdigung mit einer anderen Haltung und ausreichendem Personal, vermieden werden könnte. Wenn es die Politik nicht schafft, müssten die Gerichte eine ausreichende personelle Betreuung fordern, anstatt freiheitsentziehende Maßnahmen, mit Hinweis auf die personelle Situation, zu genehmigen. Den Kassen, die erstmals überhaupt Fixierungen als Missstand bezeichnen, muss man Doppelmoral vorwerfen. Schließlich sind sie mitverantwortlich für die mangelhafte Personalausstattung. Außerdem verweigern sie oft die Bezahlung technischer  Hilfsmittel zur Sturzverhinderung. Brennpunktthema Fixierung

Pflege-Kosten:  Bürger müssen im Pflegefall tief in die Tasche greifen. 

Zu diesem Ergebnis kommt ein im Nov.2012  veröffentlichter Pflegereport der Barmer GEK. Die Pflegebedürftigkeit einer Frau kostet im Schnitt 84.000€, wovon sie bzw. die Familie 21.000€ selbst zu dragen hat.  Da der Mann nur halb so lange pflegebedürftig ist, kostet seine  Pflege  mit 42.000€ entsprechend weniger.  Angesichts dieser Zahlen mehren sich die Rufer nach Vollversicherung.  Jedoch mit Blick auf den demographisch prognostizierten Anstieg und fehlendes Personal, bedarf es weitgefasster Maßnahmen und innovativer Ansätze. Dafür setzen wir uns ein.

Bündnis für gute Pflege - lenkt von der eigenen Verantwortung ab. 

2012 haben sich Leistungsträger und Verbände zu einem "Bündnis für gute Pflege" zusammengeschlossen. Bei näherer Betrachtung kann man dieses Bündnis eigentlich nur als Ablenkungsmanöver derjenigen bewerten, die zu verantworten haben, das "schlechte Pflege" schön geredet und bemäntelt wird. Warum gründet man ein Bündnis für gute Pflege, wo doch der Notendurchschnitt bei 1,8 liegt?  Was der Pflege-SHV von diesem Bündnis hält und warum wir uns nicht anschließen, erfahren Sie in diesem Beitrag, der in der Altenpflegepflegezeitschrift veröffentlicht wurde.

Ruhigstellung statt Zuwendung

Arzneimittelreport der Barmer GEK prangert die schädigende  Verordnungspraxis mit Neuroleptika an. Endlich begehrt eine Kasse gegen den Wahnsinn der üblichen Medikamententherapie auf, die der Pflege-SHV als eines der Hauptübel im Umgang mit hilfe- und pflegebedürftigen Menschen bezeichnet, siehe unter Anliegen und  Brennpunkte

Wissenschaftliches Erhebungsverfahren der Ergebnisqualität in Pflegeheimen

Am 17.Juni.2011 wurde ein 394 Seiten starke Abschlussbericht „Entwicklung und Erprobung von Instrumenten zur Beur­teilung der Ergebnisqualität in der stationären Altenhilfe“ vorgestellt. Es handelt sich in der Tat um ein völlig anderes Bewertungsverfahren, als dass wonach die Pflegenoten ermittelt werden. Stellungnahme des Pflege-SHV finden Sie hier.

Pflege-Bahr: Überflüssig und  ärgerlich

 In der Sache stimmt der Pflege-SHVder großen Gruppe der Kritiker zu, die in der privaten Vorsorge, im Stil der Riester-Rente, vor allem Vorteile für die Versicherer sehen. Der Mehrzahl der Bürger wird diese Versicherung nichts nützen. Und die verhältnismäßig wenigen, die genügend Einkommen haben, um die Kosten einer Zusatzversicherung zu tragen, für die sind 5 Euro kein Thema. Dieser Zuschuss kommt im Grunde niemandem zu Gute.
Weitere Stimmen zum Tagesthema am 6.6.2012. Beitrag PlusMinus vom 22.8.12 
Entsprechend zurückhaltend reagieren die Versicherer. In der ersten Januarwoche 2013  nahmen Meldungen wie diese aus der FAZ den 'Pflege-Bahr' ins Visier.

Neuausrichtung der Pflegepolitik dringend erforderlich

Am 28.März wurde ein sog. Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz beschlossen.  Doch anstatt des notwendigen und im Titel versprochenen Richtungswechsels, stützen die Neuerungen das bestehende Regelwerk. Lesen Sie hier unsere Stellungnahme zu diesemBeschlusses.

Bahr will Pflege-WGs massiv fördern.

Februar 2012: Die Politik ist immer wieder für Überraschungen gut. Woher kommt auf einmal die Erkenntnis, dass auch Pflege-WGs förderungswürdig sind? Doch die Art wie diese Betreuungsform geradezu idealisiert und als Alternative zum Heim hochgelobt wird, lässt erkennen, dass der Minister nicht wirklich weiß, wovon er hier redet.  Stattdessen empfehlen wir, diesen Markt einmal unter die Lupe zu nehmen und die Spreu vom Weizen zu trennen. Da wird eine Menge Schindluder getrieben. Lesen Sie hier unsere Einschätzung.

Achtung, das geht In die falsche Richtung

Pflegeroboter auf dem Vormarsch

Noch befindet sich die Entwicklung von Robotern, die in Pflegehaushalten und Heimen eingesetzt werden können, in den Kinderschuhen. Aber das wird sich ändern. Die Vorstellung, dass in 20 oder 30 Jahren Roboter  serienmäßig für Routinearbeiten in der Pflege eingesetzt werden,  24-Stunden-täglich, an 365 Tagen im Jahr, erscheint keineswegs utopisch. Wie die Pflegezukunft aussehen kann, wenn wir die sich anbahnende Entwicklung technischer Lösungen für menschliche Probleme unreflektiert geschehen lassen, erfahren Sie in diesem Beitrag:  "Roboter als Lösung für den Pflegenotstand? Ethische Fragen"

 Blendwerk Pflegenoten

Von der ersten Stunde an hat der Pflege-SHV gegen den sogn. Pflege-TÜV und das System mit den Pflegenoten protestiert

Rechtslage

UN-Behindertenrechtskonvention

Derzeit laufen beim Bundesbehindertenbeauftragten Fachausschüsse zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention. Angesichts der Betreuungswillkür, die wir hier in immer neuen und schauerlicheren Beispielen präsentiert bekommen, wollen wir uns als Selbsthilfeorganisation aktiv mit einbringen. Eine gute Zusammfassung wichtiger Informationen finden Sie in diesem Internet-Blog , darüber hinaus siehe  Unterseite zum Thema.

Europa

Europäischer Bericht zur Prävention der Misshandlung alter Menschen

Laut einem am 16.Juni 2011 veröffentlichten Bericht der WHO, kommt Misshandlung alter Menschen überall in Europa vor: "Mindestens vier Mio. Menschen werden jedes Jahr misshandelt und ca. 2500 von ihnen sterben daran. In den meisten europäischen Ländern  überaltert die Bevölkerung, so dass der Anteil der bedrohten Menschen zunimmt."

Fachkräftemangel

Hilfskräfte zu Fachkräften umdeklarieren

Der Fachkräftemangel in der Pflege führt zu unterschiedlichen Bewertungen und Gegenmaßnahmen. So plädiert ein neu gegründetes Arbeitgeberbündnis dafür, Hilfskräfte kurzerhand zu Fachkräften umzudeklarieren und zugleich die Fachkraftquote zu senken. Wir raten Heimplatzsuchenden wie Fachkräften, Einrichtungen die diesem Verbund angehören, zu meiden, da diese offensichtlich auf qualifizierte Pflege verzichten wollen.  Einig sind wir uns, dass viele der heutigen Regelungen auf den Prüfstand gehören und eine Neustrukturierung notwendig ist. Unsere Gedanken und Vorschläge finden Sie hier.

Akutelle Information rund um das Thema Demenz

Demenz-Report mit wichtigen Eckdaten und Szenarien zur Entwicklung der Demenz  in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Eine Entwicklung die vor allem im Osten Deutschlands schwer aufzufangen sein wird, da dort junge Menschen abwandern und die älteren meist auf Sozialhilfe angewiesen sind.


Weitere Meldungen zur Pflege finden Sie unter TV-Presse