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» Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit den Menschen, welche dem Leben seinen Wert geben. «

W. v. Humboldt

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Ratgeber für Angehörige
24-Stunden-Pflege zu Hause

 

Das Wichtigste zuerst

10 Jahre Einsatz für menschliche Pflege

Seit 10 Jahren bemüht sich unser Verein um pflegebedürftige Menschen, die ins Räderwerk eines Pflege- und Betreutungssystems geraten sind, das die eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund stellt, hingegen unsere alten, hilfeabhängigen Landsleute  allzuoft behandelt wie "Almosenempfänger", die froh sein sollten, dass sich überhaupt jemand um sie kümmert.  Das Foto zeigt fünf unserer aktiven Mitglieder, die als Angehörige, Heimbetreiber und Altenpfleger nach Antworten und Auswegen aus dem Dilemma suchen. Anlässlich unseres Jubiläums haben wir dazu dieses Video auf Youtube gestellt und außerdem Eindrücke und Inhalte der Verantstaltung  in dieser  Bilddokumentation  festgehalten.

Nachtdienst in der Pflege: Soforthilfe gefordert

Unsere in 2014 gestartete Kampagne zur Verbesserung der Personalsituation im Nachtdienst zeigt Wirkung. 
Als erstes Bundesland führt Bayern ab Juli 2015 einen  Mindestpersonalschlüssel ein, der sich an unseren Vorgaben orientiert.   Zudem konnten sich die beiden standhaften Nachtwachen Sabine B. und Ralf P., auch arbeitsrechtlich behaupten.  Ausführliche Informationen finden sie auf unserer Sonderseite: www.nachtdienst.pflege-prisma.de

Riskante Nächte im Pflegeheim:Report Mainz 14.04.2015  

Pflegepersonalpolitik: unverständlich und  unmenschlich     

Zur Unterstützung dieser Petition beim Bundestag hat der Pflege-SHV ein Grundlagenpapier veröffentlicht, das  die Hintergründe der ungenügenden Personalschlüssel aufdeckt und ein alternatives Berechungsmodell vorstellt.  Darüber hinaus  wurden  der Gesundheitsminister, die SozialministerInnen der Bundesländer sowie weitere Politikern, Organisationen und Personen um Stellungnahme zu der aus unserer Sicht unmenschlichen Personalpolitik gebeten.  Und wir haben auf die Frage geantwortet: Wer verhindert bessere Personalschlüssel in der Altenpflege? 

Kampagne: Klinik mit Geist 

Uns er Online-Magazin Pflege-Prisma und die Kampagne: Klinik mit Geist gingen  Ende November 2012 an den Start.  Eine Aktion, die   noch nur vereinzelt Wirkung zeigte, so zuletzt 2014 in Rheinland-Pfalz, siehe Projekt Demenzkompetenz im Krankenhaus. Abgesehen von einpaar wenigen Kliniken, die sich auf diese Patienten eingestellt haben, lässt der Umgang mit verwirrten, älteren Menschen in deutschen Krankenhäusern nach wie vor jede Professionalität vermissen. Das Risiko für Komplikationen und Zustandsverschlechterung durch den Krankenhausaufenthalt ist alarmierend hoch, wie der Pflegethermometer 2014   bestätigt.

Pflegenotstand ein Fall für das Verfassungsgericht

In ihrer Dissertation Staatliche Schutzpflichten gegenüber pflegebedürftigen Menschen, legt die  Rechtswissenschaftlerin Susanne Moritz, den Gang zum Verfassungsgericht nahe. Denn der Pflegenotstand habe zur Folge, dass die in  Artikel 1 des Grundgesetztes  garantierte Menschenwürde, im Umgang mit Demenzkranken und Schwerpflegebedürftigen nicht gewährleistet werden kann.  In der Zeit von 2013 - 2016 waren drei Verfassungsklagen anhängig, die jedoch alle zurückgewiesen wurden.  Näheres siehe:
Beitrag im pflege-prisma 


Petitionen und Protestaktionen in der Pflege

Viele Mitglieder des Pflege-SHV haben Unterschriften für die Petition von Frau Kleischmantat gesammelt. Dabei kam die beachtliche Zahl von 107.000 Unterschriften/Mitzeichner zusammen. Am 11.März 2013 fand eine öffentliche Anhörung in Berlin statt.  Nach fast zwei Jahren, am 29. Januar 2015, wurde dazu ein  Beschluss gefasst, den alle die sich hier eingebracht haben, im Grunde nur als Verhöhnung empfinden können. Der Petitionsausschuss empfielt der Bundesregierung im Wesentlichen, alles so zu lassen wie es ist, denn es ist alles vorbildlich geregelt.   Weiteres zu dieser Petition finden sie hier: www.rosenblaetter-im-irrgarten.de 

Unser Eindruck:  Petitionen, Protestaktionen und Flashmobs - wie sie zur Zeit  vielerorts stattfinden, laufen Gefahr in oberflächlichen Events zu versanden, die keiner mehr ernst nimmt.  Wünschenswert wäre hingegen,  wenn Aktionen wie   Pflege am Boden  eine nachhaltige Aufbruchsstimmung  erzeugen könnten, die dazu führt, dass Pflegekräfte selbstbewusster im Alltag auftreten und couragierter für die Rechte pflegebedürftigen Menschen eintreten.  Denn das ist der eigentliche Zweck der Pflegeberufe.  Stattdessen mussten wir im Falle des Nachtdienstes erleben, wie 5 von 7 Pflegekräften von dem gemeinsamen Veto gegen die Reduzierung  der Nachtwachen zurücktraten, nachdem der Pflegedienstleiter Konsequenzen angedroht hatte.    Wären alle hier standhaft geblieben, hätte die  Heimleitung keine Chance gehabt diese Reduzierung durchzusetzen.


Nachrichten zur Pflegepolitik

4. Pflegequalitätsbericht  des MDS

Glaubt man diesem, am 12.Jan.2015 veröffentlichten Bericht des MDS, hat sich die Pflege verbessert. Dass diese Meldung in den Medien selbst von der Politik kritisch kommentiert wird, ist das eigentlich Positive daran. Schließlich weiß inzwischen jeder, dass die sog. Transparenzberichte, keine Aussage zur tatsächlichen Qualität machen. Klare Worte der Kritik fand unser Pflegebeauftragte Laumann. Unsere Kritik, die wir schon vor der Einführung des Pflege-TÜV veröffentlicht hatten, wurde längst von der Praxis bestätigt.   Lesen sie hier auch diesen Beitrag vom 15.jan.2015 in der Süddeutschen

Pflege steht im Mittelpunkt

2014 hat pflegepolitisch mit neuem Personal begonnen. Wie seine Vorgänger so verspricht auch der neue Bundesgesundheitsminister Herrmann Gröhe, die Pflege in den Mittelpunkt zu stellen.  Ihm zur Seite steht Karl Josef Laumann, als Bevollmächtigter für Pflege.  Während Herr Gröhe Neuland betritt, kennt Herrn Laumann die Strukturen  im Gesundheits- und Pflegewesen immerhin. Wie ernst die neue Regierung die Situation in der Pflege nimmt, bleibt abzuwarten.

 

Pflegekammer: Nun will auch Rheinlandpfalz auf dieses falsche Pferd setzen. 

Obschon 80 Prozent der Pflegekräfte in Rheinland-Pfalz, ihr Desinterresse bzw. Ablehung einer Pflegekammer dadurch bekundeten, dass sie sich nicht an der Umfrage beteiligten,  wertet das Sozialministerium das Umfrageergebnis als Auftrag, eine Pflegekammer einzurichten.  Schon die Art der Befragung  grenzt an Nötigung.  So wurden alle Pflegekräfte aufgefordert sich zu registrieren, mit allen persönlichen und beruflichen Daten.  Wer dieser Aufforderung, mit JA  zu stimmen, nicht nachkommt, braucht viel Selbstbewusstsein.  http://www.pflegekammer-rlp.de/befragung/ Das Ergebnis der Befragung:  Nur rd. 20 Prozent, exakt 9324  Pflegekräfte in RLP folgten dem Aufruf, von diesen stimmten 75,8 % für die Pflegekammer und 24,1 % dagegen.  Bedenken des Pflege-SHV zur Pflegekammer  

 

EU Parlament lehnt Forderung nach "Pflege-Abi" ab

Daniel Bahr, Jens Span und andere Bundspolitiker haben sich erfolgreich in Brüssel gegen die Forderung  durchgesetzt, Abitur als Zugangsvoraussetzung für Pflegeberufe europaweit vorzuschreiben.  Der Pflege-SHV begrüßt diese  Entscheidung und hofft auf eine baldige  Neuordnung der Pflegeausbildung. Diese sollte so gehalten sein, dass jeder, der menschlich geeignet erscheint, diesen Berufsweg einschlagen kann. Beklagenswerte Zustände in der Pflege lassen sich vor allem auf die viel zu knapp bemessenen Personalschlüssel zurückführen. 

Pflege-Qualitätsbericht 2012 offenbart Menschenrechtsverletzungen in großem Stil

Insgesamt sei die Pflege auf einem guten Weg, im Vergleich zu 2007, heißt es im 3.Pflege-Qualitätsbericht des MDS. Angela Seibold, Justizangestellte, die ihre pflegebedürftige Mutter durch mehrere Heim begleitet hat, zieht eine ganz andere Bilanz.  Auchwir finden es skandalös, dass immer noch mehr als 140.000 pflegebedürftigen, alten Menschen an Stühlen oder im Bett fixiert werden. Vor allem wenn man bedenkt, dass diese Entwürdigung mit einer anderen Haltung und ausreichendem Personal, vermieden werden könnte. Wenn es die Politik nicht schafft, müssten die Gerichte eine ausreichende personelle Betreuung fordern, anstatt freiheitsentziehende Maßnahmen, mit Hinweis auf die personelle Situation, zu genehmigen. Den Kassen, die erstmals überhaupt Fixierungen als Missstand bezeichnen, muss man Doppelmoral vorwerfen. Schließlich sind sie mitverantwortlich für die mangelhafte Personalausstattung. Außerdem verweigern sie oft die Bezahlung technischer  Hilfsmittel zur Sturzverhinderung. Brennpunktthema Fixierung

Pflege-Kosten:  Bürger müssen im Pflegefall tief in die Tasche greifen. 

Zu diesem Ergebnis kommt ein im Nov.2012  veröffentlichter Pflegereport der Barmer GEK. Die Pflegebedürftigkeit einer Frau kostet im Schnitt 84.000€, wovon sie bzw. die Familie 21.000€ selbst zu dragen hat.  Da der Mann nur halb so lange pflegebedürftig ist, kostet seine  Pflege  mit 42.000€ entsprechend weniger.  Angesichts dieser Zahlen mehren sich die Rufer nach Vollversicherung.  Jedoch mit Blick auf den demographisch prognostizierten Anstieg und fehlendes Personal, bedarf es weitgefasster Maßnahmen und innovativer Ansätze. Dafür setzen wir uns ein.

Bündnis für gute Pflege - lenkt von der eigenen Verantwortung ab. 

2012 haben sich Leistungsträger und Verbände zu einem "Bündnis für gute Pflege" zusammengeschlossen. Bei näherer Betrachtung kann man dieses Bündnis eigentlich nur als Ablenkungsmanöver derjenigen bewerten, die zu verantworten haben, das "schlechte Pflege" schön geredet und bemäntelt wird. Warum gründet man ein Bündnis für gute Pflege, wo doch der Notendurchschnitt bei 1,8 liegt?  Was der Pflege-SHV von diesem Bündnis hält und warum wir uns nicht anschließen, erfahren Sie in diesem Beitrag, der in der Altenpflegepflegezeitschrift veröffentlicht wurde.

Ruhigstellung statt Zuwendung

Arzneimittelreport der Barmer GEK prangert die schädigende  Verordnungspraxis mit Neuroleptika an. Endlich begehrt eine Kasse gegen den Wahnsinn der üblichen Medikamententherapie auf, die der Pflege-SHV als eines der Hauptübel im Umgang mit hilfe- und pflegebedürftigen Menschen bezeichnet, siehe unter Anliegen und  Brennpunkte

Wissenschaftliches Erhebungsverfahren der Ergebnisqualität in Pflegeheimen

Am 17.Juni.2011 wurde ein 394 Seiten starke Abschlussbericht „Entwicklung und Erprobung von Instrumenten zur Beur­teilung der Ergebnisqualität in der stationären Altenhilfe“ vorgestellt. Es handelt sich in der Tat um ein völlig anderes Bewertungsverfahren, als dass wonach die Pflegenoten ermittelt werden. Stellungnahme des Pflege-SHV finden Sie hier.

Achtung, das geht In die falsche Richtung

Pflegeroboter auf dem Vormarsch

Noch befindet sich die Entwicklung von Robotern, die in Pflegehaushalten und Heimen eingesetzt werden können, in den Kinderschuhen. Aber das wird sich ändern. Die Vorstellung, dass in 20 oder 30 Jahren Roboter  serienmäßig für Routinearbeiten in der Pflege eingesetzt werden,  24-Stunden-täglich, an 365 Tagen im Jahr, erscheint keineswegs utopisch. Wie die Pflegezukunft aussehen kann, wenn wir die sich anbahnende Entwicklung technischer Lösungen für menschliche Probleme unreflektiert geschehen lassen, erfahren Sie in diesem Beitrag:  "Roboter als Lösung für den Pflegenotstand? Ethische Fragen"  Im Oktober 2013 erschien dieser Beitrag in der  Zeitschrift Medizin & Technik.

Rechtslage

UN-Behindertenrechtskonvention

Derzeit laufen beim Bundesbehindertenbeauftragten Fachausschüsse zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention. Angesichts der Betreuungswillkür, die wir hier in immer neuen und schauerlicheren Beispielen präsentiert bekommen, wollen wir uns als Selbsthilfeorganisation aktiv mit einbringen. Eine gute Zusammfassung wichtiger Informationen finden Sie in diesem Internet-Blog , darüber hinaus siehe  Unterseite zum Thema.

Europa

Europäischer Bericht zur Prävention der Misshandlung alter Menschen

Laut einem am 16.Juni 2011 veröffentlichten Bericht der WHO, kommt Misshandlung alter Menschen überall in Europa vor: "Mindestens vier Mio. Menschen werden jedes Jahr misshandelt und ca. 2500 von ihnen sterben daran. In den meisten europäischen Ländern  überaltert die Bevölkerung, so dass der Anteil der bedrohten Menschen zunimmt."

Fachkräftemangel

Hilfskräfte zu Fachkräften umdeklarieren

Der Fachkräftemangel in der Pflege führt zu unterschiedlichen Bewertungen und Gegenmaßnahmen. So plädiert ein neu gegründetes Arbeitgeberbündnis dafür, Hilfskräfte kurzerhand zu Fachkräften umzudeklarieren und zugleich die Fachkraftquote zu senken. Wir raten Heimplatzsuchenden wie Fachkräften, Einrichtungen die diesem Verbund angehören, zu meiden, da diese offensichtlich auf qualifizierte Pflege verzichten wollen.  Einig sind wir uns, dass viele der heutigen Regelungen auf den Prüfstand gehören und eine Neustrukturierung notwendig ist. Unsere Gedanken und Vorschläge finden Sie hier.

Akutelle Information rund um das Thema Demenz

Demenz-Report mit wichtigen Eckdaten und Szenarien zur Entwicklung der Demenz  in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Eine Entwicklung die vor allem im Osten Deutschlands schwer aufzufangen sein wird, da dort junge Menschen abwandern und die älteren meist auf Sozialhilfe angewiesen sind.


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