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(Un)Verständnis der Alzheimer-Krankheit 

Anlässlich der gemeinsamen Pressemitteilung von DALZ, Hirnliga, DGGPP und DGPPN  zum Welt- Alzheimertag 2008, fühlte ich mich zu folgendem Kommentar angeregt: 

Diese Pressemitteilung liefert vor allem einen Beweis für die Ratlosigkeit der Alzheimerforschung und Alzheimerorganisationen, welche in der Aussage  gipfelt: "Der  Hauptrisikofaktor für die  Alzheimer-Krankheit ist das Alter".    Ansonsten wiederholen sich  die sattsam bekannten und alljährlich zum Alzheimertag neu auf gelegten Statements.  So ist vom  "Kampf gegen die Alzheimer-Krankheit" die Rede, wobei die medizinische Forschung gemeint ist. Eine Forschung die bislang nichts als weiteres Rätselraten hervorgebracht hat.  Was die Ursachen anbetrifft, tappt die Medizin völlig im Dunkeln, vor allem deshalb, weil nur auf der organischen Ebene geforscht wird!!!   

 

Unter dem Titel : "Vergessen was belastet" habe ich u.a. dargelegt, warum die  Alzheimerforschung am eigentlichen Kern des Problems völlig vorbei zielt: 

Nach vorherrschender Lehrmeinung wird Alzheimer primär durch hirnorganische Störungen verursacht. An dieser Theorie hält die Medizin beharrlich fest, obschon die Milliarden, die weltweit seit Jahrzehnten in die Hirnforschung fließen, keinen Schritt näher in Richtung Erkenntnis geführt habe. 

Alleine diese Tatsache müsste doch eigentlich ausreichen, um die Suche im Labyrinth von Hirnwindungen zu unterbrechen und den Menschen in seinen sozialen Bezügen zu betrachten. 

Die wenigen Forschungen, die in diese Richtung zielen und dabei Erkenntnisse hervorbringen, die einen psychosomatischen Hintergrund nahe legen, werden von den Etablierten ignoriert. 

Im deutschen Sprachraum sind hier vor allem Prof. Joachim Bauer und Prof. Ulrich Kropiunigg zu nennen, die bei allen Demenz-Kranken (Typ Alzheimer) in ihren Studien signifikante Merkmale feststellten, sowohl was die Art betrifft, mit Problemen im Leben umzugehen, als auch die Lebenssituation vor Auftreten deutlicher Demenzzeichen. Weiteres siehe hier

In 2006 sorgte die Iowa-Studie von David A. Bennett et.al für Schlagzeilen.  Für diese groß angelegte Studie haben Hochaltrige einer Obduktion ihres Gehirnes nach dem Tode zugestimmt.  Ergebnis: „ Menschen mit schweren, vermeintlich alzheimertypischen, hirnorganischen Veränderungen, die in erheblichem Maße dement hätten sein müssen, waren es nicht, offenbar weil sie sozial gut eingebunden waren.   Hingegen zeigten einige Gehirne von stark dementiell veränderten Menschen, kaum diese typischen Veränderungen.

Damit müsste eigentlich die Bastion der organischen Alzheimerursache fallen.  Tut sie aber nicht.  
 
Denn:  Was nicht sein darf, das kann nicht sein!    

Diese Haltung zeigt sich durchgängig, auch in der oben angeführten  Pressemitteilung.  Forschungsergebnisse, die nicht ins Bild passen, werden schlicht ignoriert oder es wird deren Seriosität in Frage gestellt. Dabei sprechen eigentlich alle Indizien dafür, dass Alzheimer einen psychosomatischen Hintergrund hat.  Ich bin manchmal fassungslos, angesichts der Blindheit mit der die geballte Fachwelt  hier geschlagen ist.  Es ist schier nicht begreifbar, wie man diesen Zusammenhang nicht sehen kann. Mir ist nicht ein einziger Demenzkranker (Typ Alzheimer) begegnet, bei dem das nicht offensichtlich war.  

Doch es gibt Gründe, warum man die psychosozialen Faktoren nahezu ausklammert Würde nämlich die Psychosomatik von Alzheimer wissenschaftlich anerkannt, könnte die Pharmaindustrie an dieser lukrativen Krankheit nichts mehr verdienen.  Wir haben es hier mit einem Milliardengeschäft zu tun, einem Wachstumsmarkt und ungezählten Nutznießern, die aus eigenem Interesse an den biochemischen Theorien festhalten und die weitere  Erforschung psychosomatischer Zusammenhänge verhindern.   

Die Ursache der Misere sehe ich  nicht in der Trennung von Kranken- und Pflegekasse, wie in der Pressemitteilung ausgeführt, sondern in einer von Eigennutz beherrschten Alzheimerforschung, sowie in einer Therapie, die die Kranken in die Chronizität treibt,  bei der Nebenwirkungen garantiert sind, während die aufschiebende Wirkung in Frage gestellt werden muss, siehe dazu auch den Beitrag unter http://www.alzheimer-alternativ-therapie.de/Medikamentenstreit.htm 

Der Gipfel an wissenschaftlichem Irrsinn ist folgende Aussage in besagter  Pressemitteilung:  "Das Alter ist aber der Hauptrisikofaktor für die Alzheimer-Krankheit".  Wenn man somit den Hauptrisikofaktor gefunden hätte, warum dann noch ein solcher Aufwand an Forschung???  Dann könnten sie  ja gleich sagen, wir müssen mit diesem Faktor leben oder das Durchschnittsalter der Menschen senken.   Demnach müsste die "Alzheimer-Impfung", dem Ziel dienen, hohes Alter zu verhindern. Gegen was will man überhaupt impfen, da der "Erreger" dieser Krankheit doch unbekannt ist? 

Adelheid von Stösser, 1. Vorsitzende  Pflege-SHV                                                                                                                                                 19.09.2008 


Mit einem anderen Verständnis könnte den meisten Betroffenen, deren Angehörigen wie auch den Pflegekräften, viel Stress und Leid erspart werden.  Frau Dr. Mechthilde Kütemeyer hat dieses Verständnis.  Nachfolgend ein Beispiel für die Haltung, die Ärzte und Pflegende im Umgang mit Demenzerscheinungen haben müssten, um tatsächlich helfen zu können. 

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